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Viele Wege führen ans Ziel

Vom Barkeeper zum Deutschen Cocktail-Vizemeister, vom Betriebsleiter einer Großraumdiskothek zum IFM Account Manager bei ISS – Alexander Kosers Lebenslauf folgt keinem klassischen Muster. 

Alexander Koser

Es gibt Menschen, die in ihrem Leben bereits viel erlebt haben. Und dann gibt es Alexander Koser, der noch ein paar Geschichten mehr zu erzählen hat. Bei ISS verantwortet er als IFM Account Manager große Strukturen, entwickelt Teams weiter und ist dabei viel unterwegs. „Ich bin oft auf Reisen und besuche unsere Standorte“, sagt der 41-Jährige. „Mir ist wichtig, nah an den Kolleginnen und Kollegen zu sein. Schließlich sind sie unser Aushängeschild und sorgen jeden Tag dafür, dass wir erfolgreich sind.“

Auch sein beruflicher Werdegang hat ihn an die unterschiedlichsten Orte geführt. Nach der mittleren Reife zog es ihn nach Frankfurt, wo er eine Ausbildung zum Hotelfachmann absolvierte. Während dieser Zeit entdeckte er seine Leidenschaft für die Arbeit hinter der Bar. „Ich hatte hinter der Theke immer sehr viel Spaß. Der Barchef in meinem Hotel hat mir damals einiges beigebracht“, erinnert sich Alexander.

Ein prägender Abschnitt folgte in einem renommierten Hotelbetrieb in Köln, wo er unter einem erfahrenen und zugleich sehr anspruchsvollen Mentor arbeitete. „Ich durfte am Anfang noch keine Cocktails mixen“, erzählt er. Stattdessen lernte er täglich neue Spirituosen und deren Geschichte kennen. Jeden Abend wurde sein Wissen abgefragt – mit Konsequenzen bei falschen Antworten: „Wenn ich etwas nicht mehr wusste, wurde ich wieder nach Hause geschickt.“

Der Einsatz zahlte sich aus. Alexander wurde später stellvertretender Barchef und nahm an zahlreichen Cocktail-Wettbewerben teil. „Im Wettkampf habe ich zunächst mit der Mannschaft die Hessenmeisterschaft gewonnen und wurde später beim prestigesträchtigen Bacardi Martini Grand Prix Vizemeister“, erinnert sich Alexander.

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Die jahrelange Nachtarbeit forderte jedoch ihren Tribut – und Alexander widmete sich neuen Herausforderungen. Es folgten Stationen in der Hotellerie und im Einkauf, bevor er in einem Freizeitbetrieb landete. Dort verantwortete er gemeinsam mit seinem Team einen komplexen Betrieb mit Bowlingbahn, Fitnessstudio, Eventlocation, Großraumdiskothek und Gastronomie und entwickelte diesen kontinuierlich weiter.

Kurz darauf folgte der nächste Karriereschritt: Als junger Geschäftsführer des großen Komplexes war er plötzlich für das gesamte operative Geschäft verantwortlich. „Ich habe das insgesamt vier Jahre gemacht. Die Zeit war gleichermaßen kräftezehrend wie spannend“, sagt Alexander.

Parallel absolvierte er die Abendschule zum Betriebswirt für Gastronomie. Kurz darauf erhielt er einen außergewöhnlichen Auftrag: Gemeinsam mit zwei Investoren sollte er ein ehemaliges Möbelhaus in ein modernes Fitnessstudio mit Restaurant- und Eventbereich verwandeln. „Das war eine spannende und lehrreiche Zeit. Die Location gibt es heute noch. Auf Dauer war das aber nicht die Erfüllung, die ich gesucht habe“, erzählt Alexander.

In den folgenden Jahren übernahm er zunehmend Führungs- und Managementaufgaben, betreute große Kundenstrukturen und sammelte Erfahrungen in unterschiedlichsten Bereichen des Dienstleistungsumfelds. Nach mehreren Stationen in verantwortungsvollen Positionen führte ihn sein Weg schließlich 2022 zu ISS.

„Christian Steen Larsen war der Grund, warum ich hier gestartet bin. Er hat mir den ISS Way komplett verkauft. Das Vertrauen von ihm und Florian Eisenmagen motiviert mich bis heute sehr“, erzählt Alexander, der sich selbst als „People Manager“ versteht. „Meine Stärke ist es, Menschen weiterzuentwickeln und ihnen Perspektiven aufzuzeigen. Mein Team ist einfach eine Wucht!“

Bei ISS fand Alexander ein Umfeld, das zu seinem Führungsverständnis passt: „Ich schätze die Offenheit und dass man sich auf Augenhöhe begegnet“, sagt er. Besonders wichtig ist ihm, Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu entwickeln: „Meine komplette Führungsmannschaft ist aus der zweiten Reihe nach vorne gerückt. Das Team, mit dem ich täglich zusammenarbeite, würde für mich durchs Feuer gehen – und noch einmal zurück, um sicherzugehen, dass es wirklich durchs Feuer gegangen ist“, sagt Alexander mit einem Augenzwinkern.

Auch privat setzt er klare Prioritäten. Als Vater von zwei Töchtern versucht er, so viel Zeit wie möglich mit seiner Familie zu verbringen. Daneben findet er Ausgleich bei seinen Hobbys – ob im Stadion seiner Frankfurter Eintracht, beim Boxsport oder bei einer guten Zigarre.

Eine Sache zieht sich weiterhin wie ein roter Faden durch Alexanders Leben: Wenn sich eine ungewöhnliche Gelegenheit ergibt, lässt er sie nicht ungenutzt. Vor kurzem sprang er während eines Urlaubs in Kalifornien bei Freunden als Trauredner ein – nach einem bestandenen Online-Test ist er seither als „Ordained Minister“ im US-Bundesstaat Kalifornien berechtigt, Trauungen durchzuführen.

 

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